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Samstag, 12. Januar 2013

Weg damit!


 
         In der Kategorie "Weg damit!" dokumentiere ich, was ich täglich so ausmiste. Los geht's!

Das ging noch vor Weihnachten in die Givebox Düsseldorf-Flingern - fast unsere gesamte CD-Sammlung. Mein Mann auch auch kräftig ausgemistet. Als Datenträger sind CDs einfach nicht mehr ganz aktuell, und viel wichtiger: Wir haben sie einfach nie gehört.

Ein paar haben wir behalten, und die hören wir auch tatsächlich ab und an.

Samstag, 15. September 2012

Weg damit!

Alte gebrannte CDs - zu Ende gehört, weg damit.

Eine PC-Tasche. Weiß der Geier, woher.

Eine ehemals wunderschöne Herz-Orchidee, die mangels richtiger Pflege nun ohne Blüten dasteht. Vielleicht sollten wir unseren Traum vom Orchideenzüchten doch gleich mit ausmisten.

Ein Sieb, dessen Griff kaputt ist - endlich mal ersetzt durch ein neues. Und daher weg mit diesem hier.

Der Rucksack, der mich auf einer Reise durch Südostasien, Australien und Neuseeland begleitet hat. Ist jetzt schon an mehreren Stellen kaputt. Dass die Qualität nicht so doll ist, wusste ich gleich. Aber ich fand ihn trotzdem so schön damals.

Diese Schuhe sind nach quasi fünf Jahren Dauertragen echt hinüber. Zig mal neu besohlt, neuen Absatz machen lassen, und jetzt fallen sie oben auseinander.

Mein geliebtes 0,5L-Glas aus Frankreich. Hat letztens irgendwo einen Sprung abbekommen. Bevor sich daran jemand verletzt, weg damit. Dank IKEA haben wir noch gefühlte 20 weitere Gläser, wenn auch mit weniger Fassungsvermögen und ohne persönliche Geschichte.

Zeug, das mein Mann von Kunden bekommen hat. Packt sowas überhaupt mal jemand aus?  Schnell weg damit.

Diese Kosmetiktasche war jahrelang mein absoluter Favorit für die Aufbewahrung aller Kosmetikartikel auf Reisen. Jetzt ist sie so alt und dreckig, dass sie weg kann. Auf Reisen haben sich die Gefrierbeutel von Melitta sehr gut bewährt. Die gibt es ab jetzt statt Kulturbeutel. Haben keinen so coolen Griff, aber sind dafür absolut auslaufsicher.

In der Kategorie "Weg damit!" dokumentiere ich, was ich täglich so ausmiste. Los geht's!

Dieses Wochenende geht es wieder so vielem an den Kragen. Wenn ich heute und morgen mit allen meinen Plänen durchkomme, dann sind alle der ehemals über 600 Bücher bei Ebay eingestellt, im offenen Bücherschrank gelandet oder weggegeben. Die Wohnung sieht schon jetzt wirklich gut aus - bis auf den Raum, in dem das restliche Zeug steht. Aber das schaffe ich jetzt auch noch!

Ich merke, wie viel weniger man jetzt visuell abgelenkt ist. In den "schönen" Räumen komme ich richtig zur Ruhe. Kennt ihr den scherzhaften Spruch "Nach dem Lernen ist mein Zimmer sauber?". Ich kenne das selbst absolut - immer, wenn ich zu Hause am PC arbeiten oder lernen wollte, fiel mir erst mal auf, wie dringend doch aufgeräumt werden muss. Ich glaube, unbewusst will man sich all die optisch verwirrenden, Gehirnenergie verbrauchenden Gegenstände aus dem Weg räumen. Damit man sich endlich mal ungestört konzentrieren kann.

Mein Leben hat sich jetzt schon verändert. Ich hatte auf ein mal den Drang, einen Sportkurs zu machen. Jetzt gehe ich 1x die Woche zum Bauchtanz. Ich gehe mal wieder raus! Ich mache etwas Tolles, was mir Spaß macht. Ich treffe Leute. Ich lerne etwas Neues. Ich bewege mich. Ich bin begeistert.


Ich habe jetzt den geistigen Raum dafür. Ich merke immer stärker, wie sehr mich unser Wohnraum vorher erdrückt hat. Alles war so unübersichtlich, optisch erschlagend, ein nie enden wollender Haufen von To dos. Man hat sich ermattet hingesetzt und wollte ob all der Schwere auch dort sitzenbleiben.

Und wie oft habe ich beim Entrümpeln etwas gefunden, was ich vor Monaten gesucht hatte. Nur: Wo hätte ich damals mit der Suche anfangen sollen? Wenn man schon nicht mehr weiß, was man überhaupt besitzt, ist das wirklich toter Besitz. Und der belastet. Sobald man das Zeug loswird, geht es einem so viel besser.

Ich putze jetzt zum Beispiel gerne. Einfach mal eben hier und da durchwischen, ein bisschen Dreck wegfegen, den Spiegel putzen, die benutzten Tassen wegräumen. Denn es stehen keine Kisten im Weg, nirgendwo sind stapelweise Sachen abgelegt, die man doch nie mehr brauchen wird, nirgendwo stehen Möbel, die "man" eben zu Hause haben sollte. Man wird so viel freier, so viel flexibler. Alles wird so schön einfach und übersichtlich. Alles hat seinen Platz. Die To dos sind so klein, dass man sie kurz nebenbei erledigt. Und das schafft einfach Zeit und Raum für Neues.

Samstag, 18. August 2012

Ein minimalistisches Mitbringsel

Mein Mann war ein paar Tage unterwegs. Als er vor ein paar Tagen zurückkam:


Mann: "Ähm, ja, also ich dachte, das beste Mitbringsel ist bestimmt, wenn ich dir gar nichts mitbringe. Das habe ich jetzt auch gemacht."
Ich: "♥"

Freitag, 17. August 2012

Ein Blogaward - danke! :-)






Einen ganz lieben Dank an Carina für den Blogaward. Sie bloggt bei Rebellion im Unterton und wir haben uns vor einiger Zeit über Facebook in der veganen Gruppe Düsseldorf kennengelernt. Und ein Treffen schaffen wir auch noch!

Ich freue mich total, wenn jemanden dieselbe Inspiration ergreift, die auch meinen Alltag schöner macht.

So, und jetzt der formelle Teil:




Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen.

Wenn du den Award erhalten hast:

1. Poste den Award auf deinem Blog.

2. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön.


3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.


Punkt 1 und 2 sind erledigt! 
Statt Punkt 3 habe ich fünf tolle Blogs an der rechten Seite verlinkt, die aber alle auf Englisch sind. Und vermutlich auch schon zu groß für einen Blogaward. 
Aber trotzdem toll zum Mitlesen - viel Spaß dabei!

Sonntag, 12. August 2012

Weg damit!


In der Kategorie "Weg damit!" dokumentiere ich, was ich täglich so ausmiste. Los geht's!

Neben wirklich endlos scheinenden, jedoch beständig kleiner werdenen Bücherstapeln war heute mal wieder mein Kleiderschrank dran.

Dieses Nachthemd (mit Miezekatze, hier extra mit fotografiert!) hat mir meine Mutter als Teenager geschenkt. Nur .... trage ich nie Nachthemden.

Ich glaube, es gibt nichts, was schwieriger loszulassen ist, als emotional beladene Stücke. Aber ganz ehrlich - man merkt es nicht, wenn sie weg sind, und die Person hat einem die Sachen auch nicht geschenkt, damit sie einen eines Tages emotional belasten. Also, ein mal überwinden, und dann ist wieder ein Schritt Richtung Freiheit getan.

Sonntag, 5. August 2012

Weg damit!

"Die schönsten Inseln der Welt" und die "Schätze der Pharaonen" stehen jetzt für alle im offenen Düsseldorfer Bücherschrank.
Der offene Bücherschrank am Rhein.


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Was bei uns größtenteils noch auszumisten ist, sind Bücher. Das ist viel Arbeit, aber Stück für Stück werden es immer weniger. Mich freut es jedesmal, wieder etwas geschafft zu haben. Es ist wieder mehr Platz, die Bücher sind bei Leuten gelandet, die sich darüber freuen, und die sie wieder lesen. Unsere Wohnung wird immer schöner und ich fühle mich darin jeden Tag ein Stück wohler. Es ist mehr Platz für uns und mehr Raum für die Dinge, die wir besitzen.

Heute Morgen habe ich mir mein Fahrrad geschnappt und bin mit ein paar Bildbänden (siehe oben) und ein paar weiteren Büchern an den Rhein gefahren. Ich hab Bücher dort hineingeräumt, und innerhalb von zwei Minuten hatte der erste Passant sich schon den Bildband über die Inseln genommen, was mich total gefreut hat!

Ich fahre jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit an dem Bücherschrank vorbei und ich glaube, es ist bisher immer jemand dort gewesen, der sich etwas genommen oder etwas gegeben hat. Ich finde diese Idee echt super.

Freitag, 3. August 2012

Weg damit!


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Heute ging es nach längerem Grübeln ein paar kleinen Gegenständen an den Kragen:

Ein mal einer Karte, die einem Glück bringen soll, und die meine kleinste Schwester mir mal gegeben hat. Ich habe mittlerweile eine ganze Sammlung davon und habe mich für eine davon entschieden, die ich stellvertretend für die anderen immer im Portemonnaie habe.

Dann einem rot-braunen Schlüsselanhänger aus einer Cashew-Frucht (was es nicht alles gibt!), den meine Mutter mir aus Brasilien mitgebracht hat. Er ging nach ungefähr fünf Tagen kaputt und hat seitdem in einer Schublade gelegen.

Das rosafarbene Teil ist ebenfalls ein Schüsselanhänger. Das Ding hat mal bei Esprit 12,95 Euro gekostet, wenn ich mich nicht irre! Ich fand's einfach schön. Es soll dafür gut sein, dass man es auseinanderbauen und dann als Haken benutzen kann. Allerdings brauche ich im Alltag so wenig rosafarbene Haken ... und dann war das Ding auch bald kaputt.

Das weiße Teil mit dem Gesicht war ebenfalls für einen Schlüssel. Es sollte eine tolle und gleichzeitig lustige Hülle für eckige Schlüssel sein. Als ich damit zum ersten Mal unsere Tür aufschließen wollte, hakte das Teil und ich habe damit den ganzen Schlüssel verdreht - das war dann weder toll noch lustig.

Komischerweise hängt man an den Sachen so sehr! Aber jetzt sind sie weg, und ich vermute, ich werde nichts davon vermissen - so war es bisher jedenfalls immer.

Wenn man sich ein mal den Ruck gibt und die Sachen ausmistet, geht es einem direkt überraschend besser. Und man findet direkt eine ganz neue Freiheit wieder - man sagt sich von Altem und Ungenutztem los und fängt jeden Tag, jede Stunde und jede Sekunde wieder von Neuem an. Je weniger Zeug man hat, desto unbelasteter geht man in den nächsten Tag. Ich merke einfach, dass mich viel öfter die Muse küsst, wenn ich ausbreche in die Freiheit und Einfachheit einer aufgeräumten und entrümpelten Wohnung.

Und es macht einfach Spaß, alten Ballast abzuwerfen! Und wenn es noch keinen Spaß macht, ist das vielleicht ein Zeichen, dass man die Sache noch braucht - jedenfalls noch für eine Weile.

Donnerstag, 2. August 2012

Minimalisten wie du und ich: Miss Minimalist


Wem das Thema Minimalismus Spaß macht, dem kann ich wärmstens den Blog von Francine Jay empfehlen, besser bekannt als Miss Minimalist:

http://www.missminimalist.com/

Ich habe ihn wirklich total begeistert innerhalb kurzer Zeit durchgelesen. Es gibt Montags immer die Vorstellung eines Lesers, der seinen ganz eigenen Minimalismus beschreibt. Donnerstag postet Miss Minimalist immer einen sehr schönen, generellen Eintrag zum Thema Minimalismus.


Ihr Buch habe ich immer noch nicht gelesen, aber es steht weit oben auf meiner Kindle-Liste!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Weg damit!



In der Kategorie "Weg damit!" dokumentiere ich, was ich täglich so ausmiste. Los geht's!

Das war ein langes Schweigen, aber hier bin ich wieder! Und ich miste immer noch aus!

Unsere uralte IKEA-Couch hatte in unserer Wohnung nach mehreren Jahren ausgedient und hat jetzt über Ebay eine neue - und hoffentlich glückliche - Besitzerin gefunden.

Ob man es glaubt oder nicht, aber diese Couch haben sich meine Eltern in ihrer Studienzeit gekauft. Sie hat ihren Dienst also wirklich getan. Für mich war es ein guter Tausch: Ein bisschen Geld und viel mehr Platz in der Wohnung.

Neben hunderten Kleinigkeiten habe ich immer noch einen großen Stapel Bücher zu verkaufen. Aber den schaffe ich jetzt auch noch!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Der Ebay-Marathon beginnt



Die letzten vier Wochenende war nichts mit Ausmisten oder gar Verkaufen. Es hatten fast alle in meiner Familie Geburtstag, und wir haben Ausflüge unternommen noch und nöcher.

Jetzt geht es aber los mit dem Verkaufen. Vor allem über 400 Bücher müssen dran glauben.

Im Zuge all der Familienfeiern war meine Mutter letztens bei uns. Sie konnte gar nicht glauben, wie anders unsere Wohnung nun aussieht. Wie ordentlich. Wie schön. Wie aufgeräumt. Wie sauber. Unterschiede fallen einem ja immer stärker auf, wenn man nur Ausgangspunkt und Ende kennt. Mir ist das schon gar nicht mehr so aufgefallen. Aber gefreut hat es mich umso mehr! :-)

Der Gedanke, all die Kleinigkeiten bei Ebay einzustellen, Fragen dazu zu beantworten, zu verpacken und damit zur Post zu rennen, ist irgendwie lähmend. Aber ich weiß, dass irgendwann ein Ende kommt, und all das Zeug irgendwann weg ist. Und vor allem: Es gibt keine bessere Therapie, um auch in Zukunft seine Räumlichkeiten schön aufgeräumt, minimalistisch und sauber zu halten!

Sonntag, 9. Oktober 2011

Weg damit!


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Morgen früh verlässt uns per Post Folgendes:

* Ein riesengroßes Badehandtuch mit Papageien, quasi unbenutzt
* Eine rosa Stofftasche vom Smithsonian Institute in Washington D.C., den ganzen Urlaub über benutzt für alles außer Wertsachen. Sie hat ihren Dienst aber damit auch getan.
* Ein kleiner, heller Glitzer-Beutel, keine Ahnung, woher der kommt
* Ein Löffel, der meiner Freundin gehört. Im Studium haben sich unsere Bestecksätze vermutlich drei Mal komplett durchgemischt.

Geht morgen früh als Paket an eine meiner besten Freundinnen, die heute in Barcelona lebt (und der der Löffel gehört). Ihre kleine Tochter steht auf alles, was glitzert, und Badehandtücher kann man in Barcelona am Strand besser einsetzen als in Düsseldorf am Rhein.

Samstag, 24. September 2011

Weg damit!

                                  

In der Kategorie "Weg damit!" dokumentiere ich, was ich täglich so ausmiste. Los geht's!

Das Wochenende hat angefangen, und da geht wieder einiges weg: Zwei Säcke zur Altkleidersammlung, viel Krimkrams, und außerdem Sachen, die über Kalaydo niemand auch nur angefragt hat - selbst, wenn sie zu verschenken waren.

Mir hat das wieder klargemacht, wie sehr Besitz doch an einem kleben kann. Nicht alles wird man so leicht wieder los. Und einfach nur wegwerfen will man vieles nicht. Mir war das eine weitere Lehre, in Zukunft genau aufzupassen, was ich überhaupt kaufe, mitnehme oder mir schenken lasse (letzteres ist wirklich tricky!).

Das Bild zeigt einen Walkman, den ich von den Schülern meines Vaters auf einer gemeinsamen Klassenfahrt zum 9. Geburtstag bekommen habe. Ich glaube, das verdeutlicht wirklich mein Pflichtbewusstsein, und meinen Wunsch, gute Sachen auch gut zu behandeln. Da ihn aber niemand mehr gebrauchen kann, wird er jetzt nach über 20 Jahren endlich in die Tonne wandern ..... bye, bye, lieber Walkman!

Hat noch jemand da draußen solche Uralt-Stücke bei sich gefunden? Bitte sagt mir, dass ich nicht die einzige bin. ;-)

Mittwoch, 21. September 2011

Minimalisten wie du und ich: Alexander der Große



Alexander der Große, ca. 400 v. Chr., König von Mazedonien, erreichte bis dahin ungekannte militärische Erfolge und eroberte weite Teile der Welt über Mazedonien hinaus.

Sein Gespräch mit Diogenes muss ihn tief beeindruck haben. Ihm wird nachgesagt, dass er kurz vor seinem Tod mit nur 33 Jahren folgenden letzten Wunsch äußerte:

"Wenn mein Sarg zu Grabe getragen wird, dann schneidet zwei Löcher hinein und lasst meine Hände heraus hängen! Ich will der Welt zeigen, dass ich mit leeren Händen gehe. Ich wollte immer größer und reicher werden, aber tatsächlich bin ich immer ärmer geworden. Lasst alle wissen: Alexander der Große stirbt mit offenen Händen. Ich kann nichts mitnehmen, alles war nur Einbildung." 


Das ist eine schöne und dramatische Geschichte, die daran erinnert, dass all die Sachen um uns herum an sich keinen Wert haben. Entweder wir freuen uns an ihnen, oder nicht. Entweder wir benutzen sie, oder nicht. 

Je mehr man darüber nachdenkt, desto unsinniger scheint es, Dinge anzuhäufen. Ich wette, Alexander hätte gerne mit Diogenes getauscht und wäre schon früher zu dieser Erkenntnis gekommen. Schöne Sachen zu erleben ist so viel toller als schöne Sachen zu horten!

Sonntag, 18. September 2011

Keine Blusen, keine Pullis

 

Mich hat beim Ausmisten die Erkenntnis überrascht, dass ich eigentlich nur T-shirts und Strickjacken trage. Selbst, wenn es zu Hause etwas kühler ist, ziehe ich eine Fleecejacke drüber. Ich trage einfach nie Pullis. Und ich trage ungern Blusen. Komischerweise war mir das bis jetzt nicht so bewusst - sonst hätte ich wahrscheinlich keine Pullis und Blusen gekauft. Sie sind fast ausnahmslos auf dem Stapel gelandet, der weg soll.

Auf den Bildern sind die drei Oberteile, die ich am häufigsten trage: ein Top mit mittellangem Arm von Marc Cain, pechschwarz (verzeiht alle Flecken und kann man zu allem kombinieren), und trägt sich wie eine zweite Haut. Die Strickjacke ist von H&M und mindestens fünf Jahre alt. Und ein kurzärmeliges T-shirt von Christian Berg, das für mich einfach perfekt geschnitten ist, allerdings seine schwarze Farbe zunehmend verliert. (Hat da jemand Tipps?)

Donnerstag, 15. September 2011

Minimalisten wie du und ich: Diogenes von Sinope


Diogenes von Sinope: Auch bekannt als "Diogenes in der Tonne", lebte der Philosoph ungefähr 400 v. Chr. in Griechenland. Was wirklich so geschehen ist, weiß niemand, aber anekdotisch ist Folgendes überliefert:

"Als er einmal ein Kind sah, das aus den Händen trank, riß er seinen Becher aus seinem Ranzen heraus und warf ihn weg mit den Worten: Ein Kind ist mein Meister geworden in der Genügsamkeit."

Gefragt nach seinem Heimatort, antwortete er: 'Ich bin ein Weltbürger'.“

Plutarch überlieferte folgende Begebenheit: Als Alexander der Große zu Diogenes trat und ihm einen Wunsch freistellte, antwortete dieser: „Geh mir ein wenig aus der Sonne“, worauf Alexander entgegnete: „Wäre ich nicht Alexander, wollte ich Diogenes sein.“

„Es ist göttlich, nichts zu bedürfen, und gottähnlich, nur wenig nötig zu haben.“

„Auf der Jagd nach Vergnügungen um jeden Preis wird das Leben der Menschen immer freudloser und mühsamer, und während sie glauben, für sich selbst vorzusorgen, kommen sie vor Sorge und Voraussicht erbärmlich um.“
„Als man ihm riet, seinen entlaufenen Sklaven wiederzusuchen, sagte er: 'Es wäre doch lächerlich, wenn Manes ohne Diogenes, Diogenes aber nicht ohne Manes leben könnte.'“


Gibt es ein Zitat, das euch besonders gut gefällt? Warum? Ich habe zwei Favoriten. Was sind eure?

Dienstag, 13. September 2011

So ziehen Minimalisten um

Wer würde nicht so am liebsten umziehen? Mit nur einem Koffer? Gepackt, fertig, los?

Heute stand den ganzen Tag ein großer Laster mit großem Anhänger bei uns vor der Tür. Hier im Haus zieht jemand um. Ich weiß, dass unsere Wohnungen alle ziemlich gleich groß sind. Wie viel Zeug hat die Person wohl angehäuft? Irgendwie sehe ich das nur noch als Belastung.


Wenn ich das nächste Mal umziehe, dann am liebsten so wie die Frau auf dem Bild ganz oben. Ich habe schon unzählige Umzüge mitgemacht, eigene und die von Freunden.

Meine Umzüge waren nie von großem Ausmaß, aber trotzdem kam immer mehr zusammen, als ich dachte. Mein Ziel ist, den nächsten Umzug wirklich ganz alleine machen zu können.

MissMinimalist und ihr Mann besitzen aktuell nur vier Möbel, was ich unendlich cool finde:

Eine Doppelmatratze,
einen kleinen, niedrigen Tisch,
und zwei IKEA Pöang-Stühle (die superbequemen zum Sitzen/Liegen).

Lustigerweise haben wir uns auch damals für zwei Pöangs entschieden statt für eine Couch, aber dazu mehr im Blogpost über das minimalistische Wohnzimmer. :-)

Minimalistin Tammy Strobel hat auch Pöang gewählt. Irgendwie hat ein kluger IKEA-Designer damit den perfekten Stuhl für Leute geschaffen, die möglichst wenig und möglichst leichte Möbel haben möchten.

Okay, das ist schon wirklich sehr wenig und für einige sicherlich auch zu spartanisch, aber für sie und ihren Mann funktioniert es. Und wenn man damit umziehen muss, ist das ja wirklich ein Spaziergang. Wenn man weit weg zieht, verkauft man am besten die Möbel, setzt sich mit seinem Rucksack in den nächsten Zug und kauft die Möbel vor Ort gebraucht oder neu einfach wieder. Das Leben kann so leicht sein ...

Minimalisten brauchen keine Horrorfilme - dieser Anblick reicht! Wohin soll all das Zeug, das dort aus dem Laster quillt? Hilfe! ;-)

Wie sehen die Möbel in eurer idealen Wohnung/Haus aus? Könnte man damit leicht umziehen?

Montag, 12. September 2011

Unser (halbwegs) minimalistisches Schlafzimmer


Da ich es selbst immer spannend finde zu sehen, wie andere so leben, zeige ich hier mal ein erstes Ergebnis meiner Entrümpelungsarbeit. Es ist noch einiges zu tun, aber glaubt mir, es ist viel, viel weniger Zeug drin als vorher. Hätte ich ein vernünftiges Vorher-Foto, könnte man es sehen. Wir hatten das weiße Regal (siehe Foto unten) direkt seitlich an den Betten als Raumteiler genutzt, und außerdem standen noch zwei lange Kleiderständer für all die Kleidung in der Nähe des Fensters. Und wir haben dort eine Vielzahl an Küchengegenständen gelagert, die wir in der Küche nie benutzt haben.

Die kleine Couch ist übrigens das 2er-Element von einer Serie. Wir hatten auch das 3er-Element und den 1er-Sessel hier bei uns in der Wohnung. Ich Nachhinein weiß ich gar nicht, wie all das hier reingepasst hat. Die Couch haben meine Eltern in ihrem Studium gekauft. Das ist gut 35 Jahre her. Sagt nicht, ich würde nicht alles recyclen, was geht. ;-)

Mein Ziel ist es, dass wir uns auf zwei Bettgarnituren einigen. Die auf dem Bild (oben) ist meine Liebste. Ansonsten haben wir noch eine andere, die auch sehr schön ist. Beide haben wir uns selbst gekauft. Die geschenkten haben nie in unsere Einrichtung gepasst. Mehr als zwei Bettgarnituren brauchen wir nicht, und wenn man einen Trockner benutzt, dann kommt man sogar mit einer aus.

Oh, und was mir erst beim Korrekturlesen auffiel, weil es für mich so normal ist: Ja, wir schlafen mit dem Lattenrost direkt auf dem Boden und haben kein Bett. Wir haben keins gefunden, und dann haben wir nach einigen Wochen auf dem Boden gemerkt, dass wir keins brauchen. Wir haben früher unsere Lattenroste mit Tesafilm oder Kabelbindern zusammengehalten. Ein gemeinsamer Bezug für beide Matratzen tut es aber auch. ;-)


Der blaue Schrank ist noch aus meinem Jugendzimmer (und damit in etwa 16 Jahre alt). Ich habe auch den Schreibtisch und das Bett dazu. Wir teilen uns den Schrank. Wenn man sich auf die Sachen beschränkt, die man wirklich trägt, dann passt das Zeug von zwei Personen locker rein, auch Wintersachen, Bettwäsche und Handtücher. Ich hätte das nie gedacht, aber der Platz reicht wirklich. Außerdem sind die drei Holzkörbe im Regal für meine Wäsche (mein Mann hat die drei Schubladen unten im Schrank).

In dem Regal sind momentan noch viele Sachen abgestellt, die noch verkauft werden sollen, bzw. Fotos und alte Briefe, die gescannt werden.

Die Gitarre hat mein Mann in den fast sechs Jahren, in denen ich ihn kenne, niemals angefasst. Aber er hat sie einfach gerne. Wir behalten alles, was uns Freude bringt, nicht nur, was wir benutzen.


Ich weiß, man soll Sachen nicht über die Tür hängen, aber ich wollte für das Foto jetzt auch nichts beschönigen. ;-) Meine Sportsachen hänge ich einfach gerne an die Türgriffe und oben über die Tür.

An der Wand lehnte Ewigkeiten lang eine Matratze ("falls mal Gäste kommen"), die jetzt zum Glück verkauft ist.


Diese Bücher standen alle in unserem Regal! Ich hatte erst 300-400 Bücher gezählt, die wahre Zahl liegt nach meiner neueren Zählung aber eher bei 600. Ich weiß nicht, ob ich böse sein soll, dass ich einige Wochenenden meines Lebens mit Ebay-Verkäufen verbringen werde. Oder ob ich mich freuen soll, dass mein Mann mir zu meinem Geburtstag schenken wird, dass ich alle Bücher verkaufen darf (es sind hauptsächlich seine). Ende des Jahres werden sie hoffentlich alle weg sein, und dann kaufen wir uns den Kindle. Obwohl man die Kindle-Versionen sogar am PC lesen kann, wenn man das will.

So, das war ein Teil unserer Wohnung. Ich fühle mich jetzt viel wohler darin. Der Raum wirkt größer. Er ist erheblich leichter zu putzen. Ich entspanne mich dort viel besser. Ich erwische mich, wie ich mich zum Telefonieren auf die kleine Couch lege oder zum Musikhören auf's Bett, und mich dort einfach wohlfühle. Ich kann das Mehr an Raum total genießen.

Ich freue mich auf eure Kommentare dazu! Da mir jetzt schon verschiedene Leute geschrieben haben, dass sie keine Kommentare hinterlassen konnten, schickt zur Not eure Beiträge einfach an fruchtundgruen (ett) gmail.com, ja? Es ist so schade, wenn sowas verloren geht, und außerdem freue ich mich immer so über eure Kommentare! :-)

Sonntag, 11. September 2011

Hier wird man sein Zeug los!

Ist beim Entrümpeln nicht immer eine der größten Sorgen, dass man nicht weiß, wohin man mit all den guten Sachen soll? Alles wegwerfen will man ja nicht. Um es vorweg zu nehmen: Viel Geld wird man dafür in der Regel nicht mehr bekommen. Ich hatte einen komplett neuen IKEA-Tisch mit Stühlen samt Polstern, und den habe ich für knapp die Hälfte des Originalpreises verkaufen können. Das war aber auch schon das Highlight. Man muss sich darauf vorbereiten, dass man für seine Fehlkäufe zu einem großen Teil selbst aufkommen wird. Wenn das ok ist, kann es mit dem Verkaufen aber auch schon losgehen!

MissMinimalist rät aus Erfahrung, überhaupt nur Sachen zu verkaufen, die einen Wert von 10 Dollar (gut 7 Euro) haben. Für alles andere lohnt sich die Arbeit des Abfotografierens, Online-Stellens und Fragen-Beantwortens nicht. Ich würde hier eine Ausnahme machen: Ich finde, dass Bücher zwar nicht viel Geld pro Buch einbringen (zwischen 2-3 Euro), aber bei Ebay nur wenig Aufwand bedeuten. Ich verhökere meine Bücher dort gewinnbringend. Wir haben noch ca. 300-400 Bücher hier, und dass sind zwischen 600 und 1200 Euro. Also bilden Bücher da eine eigene Kategorie.

Sachen loswerden für Geld

Ebay.de: Über Ebay werden täglich Tausende von Sachen hin und her verkauft. Eine Freundin von mir lebt mittlerweile fast mehr von ihren Ebayverkäufen als ihren sonstigen Einnahmequellen. Sie ist momentan meine Mentorin in Sachen Ebay-Verkäufe. Man kann dort wirklich alles verkaufen, was einem einfällt. Sie hat von Kosmetikpröbchen aus Zeitungen bis hin zu benutzten (!) Wimperntuschen schon alles verkauft. Die Zeit muss man natürlich haben. Ich selbst halte mich daher an den Tipp von MissMinimlalist, sich den Aufwand nur für Dinge zu machen, die einen gewissen Wert erzielen werden.

Kalaydo.de: Kalaydo ist eins der größten Online-Portale für Kleinanzeigen mit ca. 60 Millionen Besuchern monatlich. Die Chance, dass jemand aus der Region die Anzeige sieht, ist also gut! Hier sollte man vor allem sperrige Sachen einstellen, die man nicht gut verschicken kann. Ich habe hier schon einen Schreibtisch, einen Tisch mit Stühlen, eine überflüssige Matratze, eine Dekobox, ein Bügelbrett, ein Sofa und ein altes Paar Stiefel verkauft. Die Leute wohnten alle hier in der Gegend und kamen nach kurzer Absprache einfach vorbei. Zugegeben, die Terminfindung kann ein Problem sein, und nicht jeder steht drauf, wenn die Nachbarschaft bei ihm vorbeikommt, um alles erst mal zu begutachten. Aber meistens waren die Begegnungen lustig, und ich war heilfroh, dass jemand meine Sachen noch benutzt. Recyclen ist einfach besser als Wegwerfen. Ich habe im Schnitt für die Sachen zwischen 10 und 20 Euro bekommen.

Wenn man seine Sachen dort nicht loswird, obwohl man sie ein oder zwei Mal eingestellt hat, dann sollte man akzeptieren, dass niemand für die Sachen Geld ausgeben möchte. Ich weiß, dass diese Erkenntnis für mich hart war. Aber als ich darüber nachdachte, habe ich mir eingestehen müssen, dass ich selbst auch nicht für einen 2-Euro-Artikel, den ich in jedem Supermarkt bekomme, im Internet gucke. Geschweige denn, dass ich dafür jemanden anrufe, einen Termin mache und im Zweifelsfall das Risiko eingehe, dass mir der Artikel nicht gefällt.

Was macht man also mit dem, was man nicht für Geld loswird?

Sachen loswerden ohne Geld

Freecycle: Dieses Netzwerk kommt aus den USA und ist mit dem Ziel gegründet worden, innerhalb der Nachbarschaft Sachen weiterzugeben. Die Regeln sind sehr strikt: Man darf die Sachen wirklich nur verschenken, und man darf auch nur innerhalb der eigenen Stadt anbieten. Dafür ist das System sehr einfach, un die meisten Städte haben eins. Googlet mal Freecycle und den Namen eurer Stadt. Anmelden kann man sich über Yahoo oder Google. Die Düsseldorfer Gruppe ist recht aktiv. Ich habe dort schon gut erhaltene Waschmaschinen und Schaukelstühle gesehen, die dort angeboten wurden. Reingucken lohnt sich also, ob man etwas sucht oder selbst etwas anbieten möchte.

Momox.de: Das ist eigentlich in der falschen Kategorie, denn eigentlich bekommt man hier für Bücher und CDs Geld. Bevor sich aber jemand freut: Der Preis pro Buch liegt ungefähr bei 9 Cent. Wie meine Freundin so schön sagte: Kurz vor dem Altpapiercontainer kommt Momox. Aber einer gewissen Menge holen die netten Leute von Momox die Sachen sogar kostenlos bei einem ab.

Sperrmüll: Wenn gar nichts mehr geht, ruft man den Sperrmüll, besonders für sperrige Teile, wie der Name schon sagt. Der ist in der Regel kostenlos und alle paar Tage möglich. Und auch hier gibt es eine Möglichkeit, anderen noch eine Freude zu machen: Ich wusste das bis vor Kurzem nicht, aber ab 20:00 Uhr am Vorabend des Sperrmülls ziehen ganze Horden von Leuten durch Düsseldorfs Straßen, die nach Sperrmüll Ausschau halten. Sie sammeln Altmetall und alte Elektrogeräte. Wenn man Metall und Elektrogeräte bei Sammelstellen abgibt, bekommt man noch ein paar Euro dafür. Dafür braucht man natürlich ein Auto und außerdem den Nerv, dorthin zu fahren. Daher überlasse ich das persönlich den Leuten, die sich die Mühe machen. Irgendwie habe ich mich aber richtig gefreut, als jemand die Sachen haben wollte. Wenn jemand damit sein Einkommen aufbessern kann, umso besser.

Gute Zwecke: Es gibt Massen von Kinderheimen, Tierheimen und anderen Einrichtungen, die regelmäßig alte Sachen annehmen und diese auf Flohmärkten für den guten Zweck verkaufen. Ganz zu schweigen von der Altkleidersammlung, in die man gute Kleidung und Schuhe immer geben kann.

Das waren die großen Anlaufstellen. Kennt jemand noch andere, die er empfehlen kann?

Freitag, 9. September 2011

So entrümpelt man effizient

Ich weiß nicht, was für eine Katharsis ich aktuell durchlebe, aber ich glaube, bis Ende des Jahres werde ich ca. 90% meiner gesamten Habe entrümpeln. Ich kann und will gar nicht aufhören. Je mehr ich mich über den Lebensstil "Minimalismus" informiere, umso mehr Dinge und Gegenstände erscheinen mir zwecklos.

Und ich bin jemand, der wirklich nie viel besessen hat.

Beispiele:

Ich habe meine Mutter schon relativ früh wahnsinnig gemacht, weil ich nie auf Shopping-Tour gehen wollte. Ich wollte die Sachen einfach nicht haben. Wozu? Ich hatte immer alles, was ich brauchte, sogar mehr als genug.

Richtig geschockt hat es meine Mutter und meine Schwester, als ich das Auto, das meine Mutter mir sogar bezahlen wollte (also Versicherungen etc., der Wagen an sich gehörte meiner Mutter schon), lieber wieder abgegeben habe. Solange man nicht in der Wüste wohnt, fahren wirklich alle 10 Minuten Busse und Züge. Ich hatte immer Angst, einer zerkratzt mal das Auto, oder es geht sonst was dran kaputt. Besitz bedeutet immer Verantwortung. Und die wollte ich nicht auf mich nehmen (Zumal ich, wie gesagt, bei mir auch nicht den Bedarf gesehen habe. Hätte ich ein Lieferunternehmen, wäre das was anderes). Naja, meine Schwester hat sich darüber gefreut, wenn auch etwas fassungslos.

Mein Vater hat mich spaßeshalber öfter "Diogenes in der Tonne" genannt. Das ist der Typ, der am Ende nur noch eine Tasse/Schüssel besaß, und als er gesehen hat, wie ein Kind Wasser mit seinen Händen zum Mund schöpfte, hat er auch seine Tasse/Schüssel/was immer es war weggeworfen.

Aber genug von mir, hier ist der Tipp, den ich teilen möchte:

Am besten entrümpelt man (laut MissMinimalist), indem man den Bereich, den man ausmisten will, wirklich komplett leer räumt. Auch, wenn es nur eine einzige Schublade ist. Das scheint auf den ersten Blick unnötig, ist aber sehr wirksam.

Wenn man nur Sachen wegnimmt, schaut man meistens, was sofort in den Müll gehört. Den Rest lässt man stehen. Wenn man aber erst alles wegnimmt und dann nur ein paar Sachen wieder zurückstellt, dann überlegt man sich, was man wirklich für die nächsten Wochen, Monate und Jahre an der Stelle haben will.

Ich hab's ausprobiert und habe mit Überraschung festgestellt, dass auch mein Haushalt auf gut und gerne 90% verzichten kann. ;-)