Sonntag, 6. Januar 2013

7 Tage für einen leichten Start ins Neue Jahr - 5/7

Hier der Eintrag von gestern und jetzt der von heute:

So langsam habe ich echt wieder totalen Spaß am Ausmisten! Es ist schön, durch die Wohnung zu gehen und zu sehen, wie wenig eigentlich mittlerweile überflüssig ist. Und dann doch noch etwas zu finden, was weg kann:

 


Ein Einkaufsgutschein von H&M für 5 Euro. Durch großen Zufall habe ich dort mal ein Teil entdeckt, was ich wirklich brauchte. Dazu gab es den Gutschein. Aber solange der noch gültig ist, zieht es mich bestimmt nicht noch mal zu H&M.


Ein Kerzenhalter von meiner Tanzlehrerin. Hat sie in der letzten Stunde vor Weihnachten an alle verteilt. Ich fand das total lieb! Trotzdem - ich habe mich vor Urzeiten von allen Kerzenhaltern getrennt und für meinen liebsten davon entschieden. Der seitdem übrigens sehr häufig in Benutzung ist. Einer ist eben überschaubar. Einer soll es auch bleiben. 


Ein weiteres Pröbchen von der Xucker-Lieferung, das bei uns im Schrank beim Tee lag. Da bin ich mir aber in puncto Lebensmittelsicherheit nicht ganz sicher, wie gut das für den Menschen ist. Also lieber weg.


7 Tage für einen leichten Start ins Neue Jahr - 4/7


Zu dem Friseur gehe ich schon lange nicht mehr, seit "meine" Friseurin dort aufgehört hat.


In Australien auf dem Weg zu Anne Osborne unter einem Macadamia-Baum gesammelt. Lagen einfach so auf dem Bürgersteig. Und Anne hat mir sogar einen Macadamia-Nussknacker dazu geschenkt! Nur: Ich habe es schon dort nicht auf die Reihe bekommen, die Nüsse damit zu öffnen. Cappi hat es mir mehrmals gezeigt, aber mir scheint die richtige Technik zu fehlen (oder das Talent ...). Und offen gestanden mag ich die Nüsse noch nicht mal. Die schmecken nämlich völlig anders als die gerösteten & gesalzenen aus der Tüte, die man hier bekommt. Sogar anders als die aus dem Rohkostversand. Die frischen schmecken irgendwie ganz komisch nach Honig. 


Meine Zahnspangendose! Mit 14 oder so zum letzten Mal benutzt und beim Aufräumen bei meinem Vater im Keller gefunden. Die liegt nur noch hier, weil ich momentan eine Nacht-Zahnspange trage, um einen Zahn zurückzuschieben, der sich wieder verdrehen möchte. Aber die Zahnspange liegt tagsüber bei uns im Bad, und nicht in dieser Dose.

Samstag, 5. Januar 2013

7 Tage für einen leichten Start ins Neue Jahr - 3/7

So langsam komme ich wieder in Schwung! Diese drei Sachen sind gestern dran gewesen:


Früher, als ich noch kürzere Haare und einen Pony hatte, waren diese Haarnadeln schon mal ganz praktisch. Mit meinen langen Haaren (die auch lang bleiben sollen) liegen sie seit Jahren ungenutzt herum.


Das Teil hier sieht uninteressant aus, war aber hart für mich: Meine Oma hat es selbst genäht. Nur benutzen wir es nie. Es liegt seit mehreren Jahren in einer Kiste, gemeinsam mit unserem Dörrgerät. Passt also nicht wirklich zusammen. Bevor es noch weitere drei Jahre ungenutzt in der Kiste liegt, kommt es jetzt weg.

Jetzt, da es weg ist, ist mir meine Oma aber auch nicht fremder als vorher. Schon komisch, wie man immer denkt, Gegenstände in irgendwelchen Schubladen und Kisten würden eine Beziehung vertiefen, oder? Ich glaube, das kennt fast jeder. Ich bin froh, dass ich mich durchgerungen habe - ist tatsächlich nicht immer so leicht.


In meiner Handtasche gefunden: Ein weißes Haargummi. War in einem 5er-Pack dabei. Bei meinen dunklen Haaren benutze ich sowieso nur die dunklen Haargummis. Also weg damit.

Freitag, 4. Januar 2013

7 Tage für einen leichten Start ins Neue Jahr - 2/7

Hier noch schnell, was gestern rausgeflogen ist:


Eine alte und leere Dose Balea Warmwachs, von der ich immer denke, ich benutze sie noch für irgendetwas. Zum Sammeln von Kleinteilen, zum Aufbewahren von was-weiß-ich. Jetzt steht sie schon ewig hier rum.


Bei einer Bestellung von Xucker mitgeliefert: Ein Xylit-Kaugummi. Es lag jetzt wochenlang auf unserem Schreibtisch. Endlich mal durch Probieren vernichtet. Schmeckt gut, verliert aber ganz schnell seinen Geschmack. So richtig überzeugt bin ich nicht.


Das Teil hier ist das Lustigste - rät jemand, was es ist? Es ist eine Kalkablagerung aus meinem Destillierer. Es gibt in der Welt der Mineralwässer verschiedene Meinungen darüber, ob es gut ist, dass anorganische Mineralien in den Körper gelangen. Der Destillierer entfernt alle Mineralien und man trinkt nur noch reines Wasser. Darüber wollte ich im Ernährungsblog mal bloggen. Tue ich aber offenbar seit Wochen doch nicht - keine Zeit, keine Muße. Also verabschiede ich mich davon.


Mittwoch, 2. Januar 2013

Leicht ins Neue Jahr: Eine Woche lang entrümpeln in 3 einfachen Schritten

Quelle: apartmenttherapy.com

So, spontane Idee:

Ich will leicht ins Neue Jahr starten (wer nicht?). Und zwar im doppelten Sinne. Ich will mich leicht fühlen. Und es soll leicht gehen.

Mein Programm ab jetzt sofort für die kommende Woche - Jeden Tag ein bisschen entrümpeln. Zum Aufwärmen für 2013 gibt es erst mal keine Hauruck-Aktionen oder stundenlanges Kistenschleppen. Sondern dieses Einsteigerprogramm, das trotzdem sehr effektiv ist.

Schritt 1: Jeden Tag sucht man sich drei Gegenstände in der Wohnung, die überflüssig sind. Dauert fünf bis zehn Minuten. Fünfzehn, wenn man davon noch Fotos macht und darüber bloggt.

Schritt 2: Entweder direkt in den Müll damit, oder in die Kiste für die Dinge, die man verschenken/spenden/zur Givebox bringen will. "Auf Ebay eingestellt" zählt nicht, solange der Gegenstand noch an seinem ursprünglichen Ort liegt.

Schritt 3: Den Ort, an dem der Gegenstand lag/hing/klebte, putzen, falls nötig.

Sofort ist wieder mehr Raum frei. Und vermutlich bleibt es nicht nur bei den drei Gegenständen.

Los geht's hier mit Tag 1!

7 Tage für einen leichten Start ins Neue Jahr - 1/7

Meine Hurra-2013-Entrümplungswoche hat begonnen!

Von diesen überflüssigen Dingen habe ich mich heute verabschiedet:


Lacht nicht - diesen Radiergummi hatte ich schon in der Unterstufe. Benutzt habe ich ihn sehr, sehr wenig. Mag auch daran liegen, dass wir noch einen zweiten haben, der viel besser radiert. Und überhaupt - wir radieren in der Regel verdammt wenig.
 
 

Jahrelang hingen jetzt an diesem Haken in der Küche Haushaltsgummis. Jedes Mal, wenn irgendwo ein Gummi mitgeliefert wird, denke ich begeistert: "Oh super, ein Haushaltsgummi! Hebe ich mir besser auf, wer weiß, wo ich das mal brauchen kann!". Die Konsequenz: Der Haken ist voll, die Gummis benutzt irgendwie keiner. Also, zwei davon in die Box für Kleinteile (Sicherheitsnadeln, Büroklammern, Knöpfe). Den Rest weg. Und dann einen freien Haken genießen - in unserer kleinen Küche dringend nötig.


Diesen Stein hat mir ein Aborigine bemalt. Fand ich damals total cool. Jetzt liegt der Stein irgendwie nur noch doof in meinem Regal herum, und es guckt ihn keiner mehr an.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Worte - das schönste Geschenk?



Ich habe aus Neugier in der Vorweihnachtszeit mal hier und da herumgefragt, was alle so verschenken. In fast allen Fällen kam die Antwort: "Oh Gott, hör bloß auf mit Geschenken - wir schenken uns gar nichts oder nur Kleinigkeiten, die man aufbrauchen kann". Der Trend scheint immer mehr wegzugehen von all dem Klimbim. Eine ganze Reihe Leute schüttete sich geradezu aus, dass heutzutage jeder alles hat, und dass Weihnachtsshopping stressig ist. Dass sie keine Lust haben auf Konsum, und warum man sich nicht einfach nur glücklich zu Weihnachten zusammenfinden kann.

Die Ausnahme sind für mich kleine Kinder. Die haben meistens riesigen Spaß an Geschenken (wobei es mehr das Auspacken sein könnte als der tatsächliche Inhalt). Und sie haben in der Tat noch kein oder viel zu wenig Geld, um sich ihre Wünsche erfüllen zu können. Aber der Rest? Ebay macht sogar Werbeanzeigen für all die ungewollten Geschenke. Meine Mutter versucht, die "witzigen Kleinigkeiten" wieder loszuwerden, die sie im Job geschenkt bekommen hat. Keiner weiß, wohin mit all dem Zeug.

Dieses Jahr wurde mir klar, dass Worte für mich mit das schönste Geschenk sein können. Mein Chef kam an seinem letzten Tag auf einmal grinsend mit einem Blumenstrauß und einem Päckchen den Gang zu meinem Büro entlang geschlendert. Da wurde ich schon ganz verlegen. Und dann schüttete er sich so richtig aus, wie gut das letzte gemeinsame Jahr gelaufen ist, und wie gut ihm unsere Zusammenarbeit gefallen hat. Spätestens hier war ich ganz baff und wusste kaum etwas Sinnvolles zu sagen. Ich habe mich aber gefreut ohne Ende! So emotional kannte ich ihn gar nicht. Mich selbst, hüstel, übrigens auch nicht.

Das Päckchen war übrigens ein Kalender vom Duden-Verlag. Wir haben öfter unseren Spaß daran, was man im Deutschen so sagen kann und was nicht. Das Geschenk fand ich super - eine Kleinigkeit, sodass man sich nicht überschüttet fühlt, und außerdem lustig und praktisch.

Klar habe ich mich über den Kalender und die Blumen sehr gefreut. Aber hängen geblieben sind vor allem das Lob und die aufrichtigen lieben Worte. Einfach das beste Geschenk!

Und das Fest mit der Familie? Es war, wie Weihnachten ja irgendwie immer ist: Anstrengend und gleichzeitig schön, auf seine Weise nervig und trotzdem erfüllend.

Ich habe allen "Cheezy Kale Chips" geschenkt. Das sind Rohkostchips aus Grünkohl oder Wirsing, die man in einer Crème aus Nüssen und Gemüse mariniert. Klingt erst mal komisch, aber jeder liebt sie. Und man braucht dafür ein Dörrgerät, was ich habe. Im Geschäft bekommt man die nicht einfach so. Für meinen Vater gab es eine Flasche Rotwein aus dem Bioladen. Für meine Mutter eine Packung ihres geliebten kandierten Ingwers von Hussel. Für meine kleinste Schwester ein Buch. Für unsere Oma eine Pflanze.

Und wir haben ziemlich wenig bekommen, auch wenn wir noch nicht ganz am Ziel unserer minimalistischen Träume angekommen sind. Genau, ich sage bewusst wir - mein Mann hat nämlich dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit auch beschlossen, dass das Fest ohne Geschenke genauso schön ist, nur stressfreier.

Ich werde es nächstes Jahr im November wieder ansprechen, dass es für uns keine Geschenke braucht. Mit dem, was wir jetzt unnötigerweise bekommen habe, werde ich zu dm pilgern (da kann man es zurückgeben) oder die Givebox Düsseldorf-Flingern ansteuern. Ich freue mich schon auf das Jahr, in dem ich nach Weihnachten einfach gemütlich die Füße hochlegen kann und es nichts zu "entsorgen" gibt.

Ein besonders großes Lob geht an meine Mutter und die Frau meines Vaters, die uns einfach wirklich nichts geschenkt haben. Das fällt fast jedem anfangs schwer, deshalb bewundere ich es so. Na gut, von meiner Mutter gab es eine Überweisung, die sie unbedingt loswerden wollte. Ich habe gelernt, sie einfach zu lassen. Ihr gibt das das gute Gefühl, für uns zu sorgen.

Und meine Schwiegereltern haben sich dieses Jahr tatsächlich ausschließlich für einen sehr großzügigen Amazon-Gutschein entschieden. Normalerweise finden sie es schrecklich, wenn ich "nichts zum Auspacken" habe. Deshalb an dieser Stelle auch ein ganz großes Lob! Für mich war das so wirklich am schönsten (und sie haben im Gegenzug natürlich etwas zum Auspacken bekommen, so wie sie es schön finden).

Frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr habt auch alles gut überstanden.