Sonntag, 30. Oktober 2011

Der Ebay-Marathon beginnt



Die letzten vier Wochenende war nichts mit Ausmisten oder gar Verkaufen. Es hatten fast alle in meiner Familie Geburtstag, und wir haben Ausflüge unternommen noch und nöcher.

Jetzt geht es aber los mit dem Verkaufen. Vor allem über 400 Bücher müssen dran glauben.

Im Zuge all der Familienfeiern war meine Mutter letztens bei uns. Sie konnte gar nicht glauben, wie anders unsere Wohnung nun aussieht. Wie ordentlich. Wie schön. Wie aufgeräumt. Wie sauber. Unterschiede fallen einem ja immer stärker auf, wenn man nur Ausgangspunkt und Ende kennt. Mir ist das schon gar nicht mehr so aufgefallen. Aber gefreut hat es mich umso mehr! :-)

Der Gedanke, all die Kleinigkeiten bei Ebay einzustellen, Fragen dazu zu beantworten, zu verpacken und damit zur Post zu rennen, ist irgendwie lähmend. Aber ich weiß, dass irgendwann ein Ende kommt, und all das Zeug irgendwann weg ist. Und vor allem: Es gibt keine bessere Therapie, um auch in Zukunft seine Räumlichkeiten schön aufgeräumt, minimalistisch und sauber zu halten!

Kommentare:

  1. Ich habe früher auch einige Bücher bei eBay verkauft, bin aber inzwischen ganz davon abgekommen - der Aufwand ist die Sache nicht wert. Ich habe mir mal meinen "Stundenlohn" bei der Sache ausgerechnet und bin auf etwa 50 Cent/h gekommen! Das lohnt die Mühe nicht!!
    Seither verschenke ich alle Bücher die ich nicht mehr brauche und bin sie dadurch sehr schnell und ohne großen Aufwand los und jemand anderer hat auch noch Freude daran - dass nenne ich wahren Minimalismus ;-)

    Trotzdem: Viel Glück bei ebay!

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  2. Hallo Liebre de Luna, danke für deinen Kommentar! Du spricht da einen wichtigen Punkt an - ab wie viel Euro Gewinn lohnt sich der Aufwand des Verkaufens überhaupt? MissMinimalist rät dazu, überhaupt nur zu verkaufen, was mindestens 10 Dollar erzielen wird.

    Ich mache bei Büchern eine Ausnahme, einfach, weil es so viele sind. Bei mir sieht die Rechnung so aus: Für 20 Bücher bekomme ich zwischen 40 und 60 Euro. Ich brauche ziemlich genau eine Stunde, um sie online zu stellen. Und eine weitere für's Verpacken und zur Post bringen. Damit liegt der Stundenlohn bei 20-30 Euro.

    Eine Freundin von mir nimmt damit zwischen 300-400 Euro pro Woche ein (steuerfrei!). Sie lebt fast davon.

    Ich muss sagen, dass ich das schon bewundernswert finde. Ich glaube, wenn ich mal keinen Job habe, mache ich zur Not sowas.

    Naja, 400 Bücher sind absehbar, bald bin ich damit durch. Hoffentlich noch dieses Jahr. ;-)

    Und danach wird nichts mehr gekauft, das haben wir uns geschworen. Nach so einer anstrengenden Zeit hat man auch nicht den Drang danach.

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  3. Wow - 40 bis 60 Euro für 20 Bücher ist toll! So viel hab ich nicht bekommen. Das liegt wohl auch daran, dass ich in Österreich lebe und hier ist das Porto (auch für Bücher) sehr hoch :-(
    Klar, dass die Leute dann für die Bücher selbst nur mehr ein paar Cent bezahlen wollen.

    Ich drück dir die Daumen, dass du sie bald los bist!

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  4. Ärks, ich konnte mich bisher noch nicht durchringen, irgendwas einzustellen. Da hängt es dann schon beim Fotografieren. Und das Haus sieht schlimmer aus als vorher, weil überall Berge von Sachen rumstehen, die wegmüssen. Zuletzt mußten die Backformen und Tuppertöpfe dran glauben. Und das Kinderzimmer habe ich ausgemistet ... da waren sogar noch Bilderbücher, dabei ist DD schon acht. Und anderthalb Meter Kochbücher habe ich auch aussortiert.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim verkaufen!

    Grüße
    Ute

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  5. Hallo Liebre de Luna,

    oh, klar, da hast du völlig Recht! Das ist ja dann wirklich nicht lohnenswert. Hier in Deutschland gibt es zum Glück Vergünstigungen für den Versand von Büchern. Und ich kaufe die Versendemappen über Ebay im 100er-Pack, sodass ich da auch noch mal ca. 50 Cent pro Versand spare/einnehme. Pro Buch komme ich Schnitt auf ca. 2-3 Euro, da kommt dann schon was zusammen. Ich denke, dass ich für die ca. 400 Bücher vielleicht auf 1000 Euro komme. Da war es mir irgendwie doch zu schade, die einfach verfallen zu lassen. Obwohl es schon anstrengend ist ...

    Ganz lieben Dank für's Daumendrücken! :-)

    Erzähl gerne mal von deinem Lebensstil, wenn dir danach ist! Würde mich sehr freuen zu hören, wie du diesen Lebensstil lebst.

    Viele Grüße
    Lissa

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  6. Mann, Ute, wir kennen uns ja erst seit Kurzem und auch "nur" online, aber ich bin echt stolz auf dich. Du packst ja jetzt wirklich alles an.

    Wie geht es dir dabei?

    Vielleicht ein bisschen wie mir? Solange man noch einiges in der Wohnung herumliegen sieht, lässt es einem noch keine Ruhe. Ich kann mir nur vorstellen, was bei euch im Haus noch alles sichtbar herumliegt, aber ich kenne das Gefühl. Erst mal sieht es schlimmer aus als vorher ...

    Schritt für Schritt kommt man weiter. Bestimmt hast du es in ein paar Monaten schon deutlich schöner! :-)

    Ich war ganz überrascht, als MissMinimalist schrieb, dass das bei ihr ein Jahr gedauert hat, bis alles weg/verkauft war. Und sie hat sicherlich vorher auch nicht viel besessen.

    Du schaffst das. In zwei Jahren sieht es bestimmt spätestens ganz super aus, und du fühlst dich wohl und bekommst Komplimente für euer tolles Haus. :-)

    Liebe Grüße
    Lissa

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  7. Danke, Lissa. Du hast da ja einen großen Anteil dran :-)

    Ich fühle mich gemischt. Einerseits geradezu euphorisch, denn ich merke, daß ich all die Sachen weder brauche, noch vermisse. Andererseits ob der Menge doch sehr überwältigt ... werde ich das ganze Zeug wirklich los?

    Ich schwanke zwischen Hoffnung und Verzweiflung, denn die richtig schwierigen Sachen liegen noch vor mir ... der Handarbeitskram und die Fashion Doll Sammlung z.B.

    Um ein wirklich schönes Haus zu haben, müßte ich mich wohl scheiden lassen *lol*. Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf.

    Vielen Dank für Deinen Zuspruch!

    Grüße
    Ute

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  8. Hallo Ute, ich freue mich sehr, dass dieser Blog dich ein wenig inspiriert hat! :-)

    Oh ja, die Gefühlslage kenne ich nur zu gut. Einerseits ist man ganz begeistert, und andererseits erschlagen von der schieren Menge. Es scheint einfach so unmöglich. Umso motivierender finde ich es, wenn man Fortschritte macht. Ich muss sagen, dass ich mich richtig gut und befreit fühle, wenn ich wieder eine große Ladung Zeug loswerde.

    Zu persönlichen Sachen wie der Sammlung: Ich finde es viel einfacher, die Dinge loszulassen, wenn man sie vorher abfotografiert hat. So hat man noch etwas von ihnen (was keinen Platz wegnimmt). Dann verkaufen/spenden die Sachen sich leichter. Aber ich würde mir auch so viel Zeit nehmen, wie ich brauche, um wirklich loszulassen. Der Prozess soll einem ja gut tun und nicht weh.

    Und es darf auch einfach dauern - alles ändert man nicht von heute auf morgen!

    Liebe Grüße
    Lissa

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  9. Ja, das mit dem Fotografieren ist gut. Ich habe letztes Jahr meine 50/60er-Geschirr-Sammlung und den handarbeitsbezogenen Nippes fotografiert, bevor die Sachen auf den Dachboden gewandert sind. Wenn der Dachboden mit Ausmisten dran ist (fast zum Schluß, der ist ja weit weg *g*), dann werden die Sachen verkauft. Deine Antwort hat mich daran erinnert und ich habe gemerkt, die Fotos werden mir reichen. Großartig!

    Grüßli
    Ute

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